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Anke Diron

5,7 Prozent der Vollzeitbeschäftigten in Augsburg von Niedriglohn betroffe

Eine Anfrage der LINKEN Bundestagsabgeordneten Susanne Ferschl hat ergeben, dass in Bayern jeder sechste Vollzeitbeschäftigte unterhalb der Niedriglohnschwelle arbeitet. Auch in Augsburg ist die Situation dramatisch. Anke Diron, Stellv. Kreisvorsitzende der LINKEN in Augsburg erklärt hierzu: "Die Erfolgsmeldungen am Arbeitsmarkt verkehren sich bei genauerer Betrachtung in ihr Gegenteil. Wenn von 91 049 Vollzeitbeschäftigten in Augsburg 15,7 Prozent zum Niedriglohn schuftet, dann muss Politik handeln. Niedriglöhne sind einer der Gründe, warum die Zahl der beschäftigten, welche einem Nebenjob nachgehen in Augsburg um 3,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 15 397 gestiegen ist.


Diron weiter: "Dieser Befund ist nicht nur für alle betroffenen Beschäftigten eine individuelle Katastrophe, sie birgt auch gesellschaftlich gewaltigen sozialen und politischen Sprengstoff. Wir müssen Hartz IV abschaffen, weil die Hartz-Gesetzgebung den Druck auf die Löhne wesentlich verschärft hat. Im Interesse der Menschen, des sozialen Zusammenhalts und der politischen Stabilität brauchen wir einen Mindestlohn von mindestens 12 Euro. So bekämpfen wir Armutslöhne, sichern soziale Teilhabe und geben den Menschen wieder eine Perspektive."