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Hoch die internationale Solidarität - Weltaidstag 2013

Trotz Erfolgen in der Behandlung ist AIDS weiterhin ein Stigma. Viele Betroffene berichten immer noch von Diskriminierungen beim Zahnarzt, bei Verwandten, auf der Arbeit und im Freundeskreis...

Bei allen Erfolgen in der Aids-Behandlung, Aids ist weiterhin ein Stigma. Viele Betroffene berichten immer noch von Diskriminierungen beim Zahnarzt, bei Verwandten, auf der Arbeit und im näheren Umfeld. Die Situation ist weltweit dramatisch: Mangelhafte Gesundheitsversorgung und die hohen Preise der lebensrettenden Medikamente führen häufig zum frühen Tod der Betroffenen.

Aufgrund verbesserter Therapie-Regimen und Medikamenten ist HIV in den industrialisierten Ländern, wie Deutschland, zu einer immer besser handhabbaren chronischen Erkrankung geworden. ...So gehen heute, laut Deutscher Aids-Hilfe, rund zwei Drittel der Betroffenen einer Erwerbsarbeit nach und sind durchschnittlich noch nicht einmal öfter krankgeschrieben.

Hierbei ist der rechtzeitige und durchgehende Zugang zu einer retroviralen Therapie (HAART) unerlässlich. Weltweit haben jedoch rund 60% der schätzungsweisen zehn Millionen Infizierte die medikamentös behandelt werden müssten diesen Zugang nicht. Besonders in den von der Pandemie am stärksten betroffenen Ländern im sub-sahara Afrika.

DIE LINKE solidarisiert sich mit den Betroffenen von HIV und AIDS, in Deutschland und weltweit, wir wenden uns gegen die Stigmatisierung und Ausgrenzung von Infizierten und unterstützen Vorschläge, die möglichst vielen Menschen den Zugang zur lebensverlängernden Therapie ermöglichen sollen. Dies ist nicht nur ein wichtiger Baustein zur Eindämmung der Pandemie, sondern gebietet auch die Menschenwürde!

Das TRIPS-Abkommen (Trade Related Intellectual Property Rights) der WTO (Welthandeslorganisation) schützt auch die Patentrechte lebensnotwendiger Medikamente über 20 Jahre. So können die größten Pharmafirmen über ihre Monopolstellung höhere Preise durchsetzen. Alle kostengünstigeren Generika, sprich Medikamente mit den identischen Wirkstoff, die von anderen Firmen produziert werden, gehören der ersten Generation an. Jedoch muss oft wegen schwerer Nebenwirkungen und wegen Resistenzen auf Medikamente der zweiten und dritten Generation, sogenannte Second- und Third-Line-Medikamente umgestellt werden, die jedoch meist nicht zur Verfügung.