Zum Hauptinhalt springen
Susanne Ferschl

Kündigung wegen Toilettenbons absurd und vorgeschoben

Am 31. Januar verhandelt das Augsburger Arbeitsgericht die Kündigung einer Beschäftigten der "Tank und Rast". Ihr wird vorgeworfen, Toilettenbons im Wert von 6 Euro unterschlagen zu haben. Susanne Ferschl, Mitglied im Landesvorstand der bayerischen LINKEN, erklärt dazu: "Der Kündigungsgrund ist vorgeschoben. Die Geschäftsführung will die Mitarbeiterin loswerden, weil sie eine der Altbeschäftigten ist, die noch nach besseren Tarifverträgen bezahlt werden. Es ist beschämend, wie Tank und Rast mit derart abstrusen Vorwürfen versucht, die Altbeschäftigten loszuwerden. DIE LINKE fordert ein Verbot von "Verdachtskündigungen". Wenn ein Beschäftigter eines Vergehens beschuldigt wird, dann muss die Beweislast ohne Wenn und Aber beim Arbeitgeber liegen. Bevor nichts bewiesen ist, darf auch nicht gekündigt werden!"

 

Nachtrag: Der Raststätten-Betreiber Tank & Rast hat die fristlose Kündigung gegen die Servicemitarbeiterin am Freitagnachmittag zurückgezogen, wie Tim Lubecki (Gewerkschaft NGG) am Freitag Nachmittag bekannt gab. "Ein toller Erfolg für die Kollegin. Solidarität, Durchhaltevermögen und öffentlicher Druck waren der Schlüssel zum Erfolg," so Lubecki.