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LINKE fürchtet mehr häusliche Gewalt gegen Frauen und Kinder während Corona-Pandemie

Christine Wilholm, neu gewählte Stadträtin der LINKEN, erklärt: "Zuhause bleiben – so lautet das Gebot der Stunde. Für viele Familien eine große Herausforderung, aber für von Gewalt betroffene Frauen und Kinder mehr als das. Opferverbände befürchten einen Anstieg der häuslichen Gewalt gegen Frauen und Kinder und warnen: Die ohnehin unterfinanzierten und mangelhaft ausgestatteten Frauenhäuser werden in absehbarer Zeit an ihre Grenzen kommen. In Augsburg gibt es aktuell nur ein Frauenhaus, die Situation ist daher besonders prekär!“

Wilholm weiter: „Dem Opferschutz muss in Zeiten von Corona mehr denn je Rechnung getragen werden. Dass es zu wenige Frauenhäuser gibt und diese viel zu oft schlecht ausgestattet sind, wird jetzt zu einem massiven Problem. Da braucht es sofort eine unkomplizierte Regelung. Um dem Platzmangel entgegen zu wirken, sollten Kommunen deshalb von häuslicher Gewalt betroffenen Frauen und Kindern Übernachtungen in Hotels ganz unbürokratisch finanzieren. Kurzfristig muss die Erreichbarkeit der Frauenhäuser finanziell unterstützt werden."