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Kampagnenteam

Umfrage zum öffentlichen Nahverkehr in Augsburg

DIE LINKE fragt Augsburger*innen nach ihrer Meinung zum Angebot des Öffentlichen Nahverkers in Augsburg. Erfragt wird die Zufriedenheit mit Taktung, Betriebszeiten, Streckennetz, dem Angebot an Sitz- und Stehplätzen und natürlich mit den Preisen. Aber das wichtige Thema droht im Wahlkampfgetöse unterzugehen.

Christine Wilholm, Sprecherin der Augsburger LINKEN: "SPD und CSU geben zu, dass ihre Tarifreformen der vergangenen Jahre den öffentlichen Nahverkehr teuer und unattraktiv gemacht haben. Diese Einsicht begrüßen wir. Gerne kann die CSU jetzt teuren Gutachter bemühen, wie Stadtrat Leo Dietz vorschlägt. Wir befragen lieber die Betroffenen. Das spart Kosten, geht schneller und so binden wir die Fahrgäste gleich ein."

Tim Lubecki, Mitglied des Vorstandes der LINKEN, zieht nach wenigen Tagen der Befragung eine erste Zwischenbilanz. "Die Resonanz ist enorm. Zwei Punkte kristallisieren sich schon jetzt heraus: Die Fahrpreise sind viel zu hoch. Eine große Mehrheit fordert einen kostenlosen Nahverkehr. Endgültige Ergebnisse können wir erst nach Abschluss der Befragung präsentieren."

Versagen der Stadtregierung darf nicht im Wahlkampfgetöse untergehen

Die designierte OB-Kandidatin Eva Weber (CSU) machte den Nahverkehr bereits zum Thema für die Kommunalwahl 2020. Damit droht das Versagen der Stadtregierung beim Thema Nahverkehr im Wahlkampfgetöse unterzugehen. CSU und SPD haben schon angefangen.

Die CSU stellt gewohnt großspurig "Fördergelder des Landes" in Aussicht: CSU-Mann Sailer solle einfach die Parteifreunde in München anpumpen. Auch die SPD läutet den Wahlkampf ein, wenngleich gewohnt kleinlaut: Die SPD habe die Tarifreform 2017 nicht gewollt und fordere schon immer ein 365-Euro-Jahresticket also Bus- und Tramkosten von maximal einem Euro pro Tag. Damit macht die SPD in Augsburg, was sie auch in der GroKo im Bund am besten kann: Sie sichert sich als Teil der Stadtregierung ihre Pfründe, verantwortet als Juniorpartner der CSU unsoziale Politik mit und erklärt gleichzeitig, dass sie viel lieber alles anders machen würde.

Die Grünen stellen in Augsburg mit Reiner Erben den Umweltreferent. Die Grünen im Augsburger Stadtrat haben sogar die Tarifreform 2017 (Abschaffung der bisherigen Zone 10) mitgetragen. Es bleibt ein (grünes) Geheimnis, wie die Tarifreform 2017 in Kombination mit der nochmaligen Erhöhung der Fahrpreise zum 01. Januar 2019 Menschen dauerhaft zum Umstieg auf den ÖPNV bewegen soll.