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DIE LINKE kritisiert: Frauen am Arbeitsmarkt weiter benachteiligt

Die Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der LINKEN im Bundestag zeigt, dass Frauen im Vergleich zu Männern in Deutschland immer noch unter schlechteren Beschäftigungsverhältnissen tätig sind.  So abreiten auch in Bayern Frauen weitaus häufiger in Teilzeit oder auf geringfügiger Basis. Von den 1,6 Millionen Teilzeit-Beschäftigten in Bayern waren im Juni 2020 rund 1,3 Millionen weiblich. Auf geringfügiger Basis arbeiten zudem fast doppelt so viele Frauen wie Männer. Frederik Hintermayr, Bezirks- und Stadtrat: „Diese Ungleichheit im Erwerbsleben spiegelt sich auch bei der Rente. Frauen sind im Alter deutlich häufiger auf Grundsicherungsleistungen angewiesen. Augsburg liegt hier sogar knapp über dem Durchschnitt. Augsburg ist die ärmste Stadt Bayerns. Um allen Augsburger*innen ein Leben in Würde zu ermöglichen braucht es einen armutsfesten Mindestlohn, starke Tarifverträge und eine Mindestrente, die vor Altersarmut schützt.“ Susanne Ferschl, MdB, ergänzt: „Es ist nichts Neues: Frauen sind in fast allen Bereichen des Arbeitsmarktes deutlich schlechter gestellt. Ein lang bekanntes und strukturelles Problem, das die Bundesregierung vor sich herschiebt. Notwendig ist eine entschlossene Politik, die prekärer Beschäftigung und dem Niedriglohnsektor einen Riegel vorschiebt. Die Corona-Krise hat uns allen viel abverlangt, insbesondere Frauen. Sie arbeiten überwiegend in systemrelevanten Berufen, die häufig schlecht bezahlt werden, wie z.B. Pflege, Erziehung, Einzelhandel, Reinigung. Und obendrauf schultern sie auch noch die Hauptaufgabe unbezahlter Sorgelast. Diese Schieflage in der Geschlechtergerechtigkeit kann deutlicher nicht sein. Der Frauentag ist der Tag des Kampfes um Gleichberechtigung der Frauen. Politik muss mit Anerkennung, Zeit und Lohn für konkrete Maßnahmen sorgen. Wir brauchen eine gesamtgesellschaftliche Initiative zur Reduzierung von Arbeitszeit bei vollem Lohnausgleich und eine deutliche Besserstellung von Frauen im Beruf und Privaten.“